Qualität

Die Alte Schule Sollwitt greift auf ein multiprofessionelles Team von Mitarbeitern zurück und versteht sich als lernende Einrichtung. Unsere Hilfen sind am Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe orientiert. Leitendes Ziel unserer Arbeit ist der selbstständige, mündige Bürger, der in Selbstverantwortung seine Rechte und Pflichten wahrnehmen kann und mit Toleranz und Solidarität anderen gegenüber Verantwortung übernimmt. Dafür haben wir ein umfassendes Qualitätskonzept erarbeitet sowie verbindliche Qualitätsstandards nach dem schottischen Vorbild der „National Care Standards“ für unsere Einrichtungen formuliert. Somit können wir Ihnen ein hohes Maß an Kompetenzen und den Menschen als Zentrum unserer Hilfen garantieren.

Qualitätskonzept

Eine hohe fachliche Qualität wird durch LeitungsmitarbeiterInnen sichergestellt, die eine enge Vernetzung aller Wohngruppen sowie Kontinuität aller prozessrelevanten Abläufe garantieren und sicherstellen. Jede Gruppe hat dabei besondere Erziehungsschwerpunkte, abhängig von der räumlichen Lage und der fachlichen Ausbildung der MitarbeiterInnen. Es ist unsere Aufgabe, Hilfen anzubieten, die sich am individuellen Bedarf ausrichten und sich den konkreten Entwicklungsverläufen der von uns betreuten jungen Menschen anpassen. Gleichzeitig gehen wir eine Verpflichtung gegenüber der Solidargemeinschaft ein, deren finanzielle Ressourcen begrenzt sind. Um einen größtmöglichen Nutzen für die von uns betreuten Menschen zu erzielen und gleichzeitig unsere Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit zu erhalten, hinterfragen und verbessern wir kontinuierlich sämtliche qualitätsrelevanten Abläufe und Verfahren unserer Dienstleistungen.

Die Qualität der Prozesse wird über die Fachlichkeit der MitarbeiterInnen, Supervision, die Arbeit an dem heilpädagogischen Konzept sowie den Qualitätsstandards gesichert und weiterentwickelt.

Qualitätsstandards

Im Rahmen der Qualitätsdebatte und der Entscheidung, ein eigenes Qualitätsmanagementverfahren zu entwickeln sowie entsprechend zu implementieren, wurden neben dem Leitbild verbindliche Standards nach dem Vorbild der schottischen „National Care Standards“ formuliert. Diese lassen sich als Leit-Prinzipien definieren, auf diese sich unsere Einrichtung geeinigt hat. Dessen Beachtung trägt dazu bei, dass die Qualität der beruflichen Tätigkeit entwickelt und garantiert wird. Die Standards haben nichts mit mechanischen Regeln gemein, sondern beschreiben, welche Vorgehensweisen allgemein für akzeptabel bzw. inakzeptabel gehalten werden:
Sie stellen Richtlinien vor, welche zurzeit die beste Praxis zum Ausdruck bringen und fordern Einrichtungen auf, die Standards umfassend und sorgfältig anzuwenden.
Die Standards stellen eine Arbeitsphilosophie dar und bieten, im Rahmen eines internen Qualitätsmanagement-Verfahrens, ein Grundgerüst für die Planung und Evaluation der Leistungen.

Die „Schottischen Standards“

Die „Schottischen Standards“ (die schottischen „National Care Standards“, 2001, in der von der Interessengemeinschaft Kleine Heime & Jugendhilfeprojekte S-H adaptierten und modifizierten Version von 2005/2006 und /oder Anlehnung an die nationalen Standards für Kinder und Jugendheime in Schottland (Standards of Care, 2002) nach einer übersetzten Vorlage des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, 2003 / Stand: Dezember 2005

Das Original der Standards ist erhältlich als: Scottish Executive (ED.): National care standards – care homes for children and young people, Edinburgh 2002 ( ISBN: 0-7559-0411-7) ).

Die schottische Regierung hat im Jahr 2002 verbindliche nationale Standards für Kinder und junge Menschen in Heimen verabschiedet und publiziert. Damit steht Kindern und jungen Menschen in Schottland eine umfassende Broschüre zur Verfügung, in der 20 Standards vorgestellt werden. Diese erläutern ihnen, welche Rechte und berechtigten Erwartungen sie haben können, wenn sie in ein Heim kommen.
Die folgenden drei Schwerpunktbereiche beschreiben den Weg des Kindes oder des Jugendlichen durch die Einrichtung und werden – wie im schottischen Original – konsequent aus der Perspektive des Kindes oder Jugendlichen heraus formuliert.

„Die Leistungen für Deine Betreuung und Dein Wohlergehen im Heim sind so gestaltet, dass Du die Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung bekommst und dass Dir geholfen werden soll, Dein Potenzial ganz auszuschöpfen. Deine Sicht und die Sicht Deiner Familie soll gehört und berücksichtigt werden.“

„Die Erfahrung des Heimaufenthaltes, sei es für eine kurze oder lange Zeit, sollte positiv sein. Du sollst dabei ermutigt und unterstützt werden, Deine Talente auszuleben, Deine persönlichen Ressourcen zu nutzen und Dein Potential auszuschöpfen.“

„Der letzte Abschnitt bezieht sich auf Themen, die zu jedem Zeitpunkt eine Rolle spielen können. Sie sind Standards, die sich auf Meinungsäußerungen, Sorgen und Beschwerden und Anwaltschaften beziehen. Sie sind sehr wichtig für Deine Erfahrung mit der Unterstützung und Betreuung, die Du erhältst und durch die Art und Weise, wie Du fühlst, kannst Du die Leistungen mitgestalten.“